Koordinierte Angriffe auf Militärstützpunkte und die Tötung des malischen Verteidigungsministers Sadio Camara haben Ende April Mali in eine schwere Krise gestürzt.
Besonders brisant: Erstmals arbeiteten die säkulare Tuareg-Allianz FLA und die Al-Qaida-nahe JNIM offen zusammen. Analysten sprechen von einer beispiellosen militärischen Koordination, die Russlands Africa Corps und die Junta in Bamako massiv unter Druck setzt.
Michael Hollister argumentiert, dass hinter der Offensive weniger Frankreich als vielmehr eine internationalisierte Stellvertreterstruktur steht. Im Zentrum stünden ukrainische Geheimdienstkontakte zu Tuareg-Rebellen, die seit 2024 in der Ukraine im Umgang mit FPV-Drohnen ausgebildet worden seien. Mali wirft Kiew vor, auch jihadistische Gruppen indirekt unterstützt zu haben.
Die Krise zeigt laut Analyse, wie der globale Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zunehmend auf Afrika übergreift. Mali werde damit zur zweiten Front eines geopolitischen Stellvertreterkriegs im Sahel.