Die deutsche Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung hat die Konten seiner Ehefrau gesperrt. Betroffen sind auch die gemeinsamen Kinder – ein siebenjähriger Junge und zwei Säuglinge. Dogru, der seit Mai 2025 wegen seiner palästinasolidarischen Berichterstattung auf der EU-Sanktionsliste steht, sprach von einer «humanitären Katastrophe».
Die Behörden begründen die Massnahme damit, dass die Gelder seiner Frau unter seiner Kontrolle stünden. Als Beleg dient unter anderem eine gemeinsam genutzte Autoversicherung. Kritiker sprechen von klassischer Sippenhaft. Ein Eilantrag Dogrus beim Amtsgericht Frankfurt am Main wurde abgewiesen. Das Gericht stellte sich auf die Seite der Bank und bestätigte die Einschränkungen.
Nicht nur in linken und alternativen Kreisen wird die Sanktionspolitik der EU scharf verurteilt. Sie führe zu Kollektivstrafen und zerstöre Existenzen ohne rechtsstaatliche Verfahren. Dogru betonte, er könne nun nicht mehr für seine Familie sorgen. Der Fall löst neue Debatten über die Verhältnismässigkeit von Sanktionen aus, die immer öfter auch Familienangehörige treffen.