Am 31. Januar kam es in der Ukraine und in Moldawien zu schweren Stromausfällen, die auch die Hauptstädte betrafen. Bei Temperaturen von bis zu minus 18 Grad fielen Strom, Heizung und Wasserversorgung aus.
Nach Angaben des ukrainischen Energieministers Denys Schmyhal wurde eine technische Störung festgestellt, die gleichzeitig eine 400-Kilovolt-Leitung zwischen Rumänien und Moldawien sowie eine 750-Kilovolt-Leitung zwischen West- und Zentralukraine außer Betrieb setzte.
Die Ausfälle ereigneten sich, obwohl Russland und die Ukraine ihre gegenseitigen Angriffe auf Energieinfrastruktur aus humanitären Gründen vorübergehend ausgesetzt hatten. Auch Präsident Wolodymyr Selenski bestätigte, dass es in diesem Zeitraum keine Angriffe auf Energieanlagen gegeben habe.
Selenski erklärte zudem, die Ursachen der Blackouts lägen nicht in äußerer Einwirkung oder Cyberangriffen. Erste Untersuchungen deuten vielmehr auf eingefrorene Leitungen hin, die automatische Abschaltungen auslösten.
Am 1. Februar meldeten die Behörden, dass Strom- und Wasserversorgung weitgehend wiederhergestellt seien. Moldawiens Energieminister Dorin Junghietu erklärte, das nationale Netz arbeite wieder innerhalb normaler Parameter.