Über die systematische Barbarisierung der Menschen
Das Interview mit Corinna Oesch bietet einen zeitgeschichtlichen Blick auf die gesellschaftliche Umbruchssituation und den kognitiv-manipulativen Krieg gegen die gesamte Bevölkerung. Corona war davon nur der Anfang.
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Es handelt sich um einen allumfassenden, nicht deklarierten Omniwar der Macht- und Besitzeliten gegen die Bevölkerung. Bild: Shutterstock

...Dr. Corinna Oesch (Jg 1976) ist als Zeithistorikerin am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien tätig und leitet dort das Projekt «Frauen schreiben an Frauenbewegungsaktivistinnen 1870 bis 1930». Ausserdem engagiert sie sich als Kriegsgegnerin und Aktivistin beim kritischen Medienkollektiv Popcorn in Wien, das sich zur Aufgabe gemacht hat, der Allgemeinheit Hintergrundwissen zu den aktuellen Technologien der Kriegsführung zu vermitteln. Die Historikerin geht davon aus, dass momentan ein kognitiv-manipulativer Krieg gegen die gesamte Bevölkerung geführt wird, wobei die Coronazeit der Auftakt dazu war.

Zeitpunkt: Sie beschäftigen sich intensiv mit Frauenthemen. Wie erleben Sie die Reaktionen von Frauen in der aktuellen politischen Umbruchssituation?

Dr. Corinna Oesch: Das Geschlecht ist in der momentanen Situation nur bedingt relevant. Da Frauen immer noch intensiver mit der Kinderbetreuung zu tun haben als Männer, haben sich Frauen z.B. in der Coronazeit sehr für die Belange ihrer Kinder eingesetzt. Hier in Österreich gab und gibt es die Löwenmamas, die die Corona-Zwangsmassnahmen kritisch hinterfragen und sich gegen ein Testen der Kinder aussprachen sowie für die Risiken der Corona-«Impfungen» sensibilisierten.

Ansonsten ist es immer noch so, dass weniger Frauen in einflussreichen Positionen vertreten sind. Gerade die lukrativen höheren Akademikerposten sind meist mit Männern besetzt, die aktuellen politischen Themen, wie den Pandemienarrativen, dem Ukrainekonflikt oder der Palästinafrage, tendenziell aus dem Weg gehen. Sie schweigen dazu, denn sie befürchten Rufschädigung und Karriereknick. Die Angst vor dem sozialen Absturz macht sie zu Mitläufern. Sie sind ständig auf ihre Peergroup bedacht, die soziale Kontrolle über sie ausübt. Das bekomme ich auch hier am Institut hautnah mit. Natürlich braucht man als Wissenschaftler ein Netzwerk. Man kann nicht als Einzelgänger bestehen, aber ich wünschte mir etwas mehr Mut zu einer kritischen Sicht, insbesondere an einem Institut für Zeitgeschichte. Ich wundere mich manchmal sehr über diese kraft- und mutlose Realitätsverweigerung.

Sehen Sie als Zeithistorikerin momentan Parallelen zu den Vorphasen des Ersten und Zweiten Weltkriegs?

Vieles erinnert an die Phase vor dem Ersten und auch dem Zweiten Weltkrieg. Der britische Politologe David A. Hughes zieht ebenfalls Parallelen. Er geht davon aus, dass Corona eine global ausgetragene Psyop, eine psychologische Operation, war und der Auftakt zum Dritten Weltkrieg. Dieser wird mit anderen Mitteln und Waffen geführt als vergangene Kriege. Es handelt sich um einen allumfassenden, nicht deklarierten Omniwar der Macht- und Besitzeliten gegen die Bevölkerung, bei dem es gerade darum geht, dass er nicht erkannt wird. Er ist sowohl hinter Gesetzen und Strukturen versteckt (z.B. der Krieg gegen die Bauern), als auch wird er mit modernsten Technologien geführt, zu denen seit Jahrzehnten hinter verschlossenen Türen geforscht wird (etwa die Nano/Bio/Info/Cogno-Initiative unter Bush oder die BRAIN-Initiative unter Obama).

Auch in China, Europa und Japan wird an diesen Militärtechnologien gearbeitet. Wir sind ausserdem seit Jahren mit technokratievorbereitenden Agenden konfrontiert, wie etwa der Agenda 2030 oder dem Great Reset, und bemerken oft nicht einmal, wie manipulativ wir in das digitale Gefängnis hineingezogen werden. Das geschieht u.a. durch eine zwangsweise verordnete Digitalisierung wie etwa bei der elektronischen Identität (eID) oder durch biometrische Überwachung. Die sichtbaren Kriege in Gaza, Iran, der Ukraine und anderswo sind aber ebenfalls Teil des Omniwar.

Erst wenn wir alle Puzzleteile zusammenfügen, können wir erkennen, dass es sich um einen verdeckten Krieg gegen die Menschheit handelt. Ziel ist die Durchsetzung eines biodigitalen Totalitarismus. Letztlich geht es um die Anbindung des Menschen an die Maschine und den Ersatz des Homo sapiens durch ein Mensch-Maschine-Mischwesen, so fremd uns dieser Gedanke auch sein mag.

Um Gegenwehr zu verhindern, ist der kognitive Krieg so zentral im Omniwar. Es ist ein Krieg gegen unser Bewusstsein, gegen unser kritisches Denken. Er ist viel umfassender als die Kriegspropaganda im Ersten und Zweiten Weltkrieg, auch wenn uns vieles heute daran erinnert: Journalisten, die den Krieg schönreden, die Kriegshetze des politischen Personals und das Feindbild Russland, Stichwort «neue Russophobie». Die Gleichschaltung von gesellschaftlichen Subsystemen, wie Wissenschaft, Gesundheitswesen, Medien, Kirchen oder Kunst, ist deutlich zu erkennen. Man denke nur an die Coronazeit.

Es findet in meinen Augen insgesamt eine «Barbarisierung» der Menschen statt. Mir fällt dazu der österreichische Schriftsteller Karl Kraus (1874 -1936) mit seinem Weltkriegsdrama «Die letzten Tage der Menschheit» ein, das als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg entstand. Kraus zitierte in seinem Werk aus Originaldokumenten der damaligen Zeit und wollte so die unmenschlichen und unvorstellbaren Abgründe von Kriegen belegen und aufzeigen.

Führt die enorme Aufrüstung in Deutschland und innerhalb der EU Ihrer Ansicht nach notwendigerweise in einen Krieg?

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass Krieg nicht plötzlich aus irgendwelchen emotionalisierten politischen Querelen heraus entsteht, die oft propagandamässig vorgeschoben werden, sondern Krieg wird gemacht. Der militärisch-industrielle Komplex verdient am Verkauf von Waffen und ist von daher auch daran interessiert, dass Kriege möglichst lange dauern. Die Kriegsprofiteure sitzen also in der Industrie, im Militär, im Digitalbereich und im Finanzwesen.

Leider lassen sich immer wieder junge Menschen mit Kriegsparolen verführen und sehen diese Hintergründe nicht. Sie begreifen auch nicht, dass sie im Kriegsfall als Kanonenfutter missbraucht und ihres jungen Lebens beraubt werden. Ich kann dazu nur sagen: «Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!» Diesen Satz halte ich für überlebenswichtig. Wir müssen uns gegen solche Kriegsbestrebungen öffentlich und laut wehren.

Es kann durchaus sein, dass die oben erwähnten Machteliten Krieg als Ausnahmezustand nutzen wollen, um die biodigitale Technokratie zu forcieren. Die Menschen sollen durch Krisen, wie Krieg, Klima- und Pandemienarrative oder Finanzcrashs, gefügig gemacht werden, damit sie weitere Eingriffe in ihre bürgerlichen Rechte dulden, ja vielleicht sogar als vorgeblich hilfreich begrüssen.

Sehen Sie Parallelen zwischen der NS-Aufarbeitung und der Aufarbeitung der Coronaphase?

In der NS-Zeit gab es die Niederlage, den Zusammenbruch. Die Coronaphase hat jedoch kein Ende. So klammern sich etwa viele Teilnehmer der Enquete-Kommission im Deutschen Bundestag weiterhin an das alte Coronanarrativ vom Massensterben und der hilfreichen Wirkung der Injektionen. Es gibt keinen Regimewechsel. Die gesellschaftliche Situation bietet wenig Anreize zu ehrlicher Aufarbeitung. Die Motivation muss also von innen kommen. Jeder Einzelne kann entscheiden, wie offen er für neue Informationen bezüglich des staatlich vorgegebenen Pandemienarrativs ist und dann sein Handeln bewusst danach ausrichten.

Wie sieht Ihr Friedensengagement aus?

Der britische Politologe David A. Hughes veranstaltet auch Symposien zum Thema Omniwar. Unser kritisches Medienkollektiv hat das erste Symposium vom 21. September 2024 ins Deutsche übersetzt. Es wurde dann in der deutschen Synchronisation an fünf Filmabenden in unserem Veranstaltungslokal «Das freie Wort» in Wien vorgeführt. Die Symposien von Hughes finden jeweils online statt und können von allen Interessierten mitverfolgt werden. Ausserdem kann man auf seiner Internetseite seine Veröffentlichungen abonnieren und ihn unterstützen. In unserem Debattenraum in Wien zeigen wir im Rahmen von Popcorn kritische Dokumentarfilme, auch um Whistleblower zu Wort kommen zu lassen. Gerne stellen wir anderen Friedensinitiativen unsere Filme zur Verfügung, einfach Kontakt mit uns aufnehmen: [email protected].

Was können die Bürger in einer solch schwierigen Lage tun?

Sobald man die Zwangsmuster erkennt, sollte man soweit möglich nicht mehr mitmachen, z.B. grundsätzlich mit Bargeld zahlen, das Smartphone abschaffen oder andere Lösungen suchen, Schwergewicht auf das analoge Leben legen und damit auch den Kindern ein Vorbild sein. Einen Garten anlegen oder handwerkliche Fähigkeiten ausbauen. Die digitale Welt samt KI schmälert unsere Verbundenheit mit anderen Menschen und der Natur, macht diese elementare Verbindung dünner und brüchiger. Das tut uns und unserer seelischen und köperlichen Gesundheit nicht gut.

Wir sind alle durch die Corona-Inszenierung traumatisiert worden. Das sollten wir wahrhaben. Es ist schwer zu erkennen, dass man dermassen missbraucht und getäuscht wurde. Die Dimension dieses Medizinverbrechens lässt sich immer noch nicht ermessen. Die Aufarbeitung kann jedoch erst stattfinden, wenn wir uns selbst unsere eigenen Fehler in dieser Zeit eingestehen und auch offen die sozialen Zwänge analysieren, die uns damals beeinflusst haben. Wollen wir uns künftig wirklich weiterhin solchen Zwängen unterwerfen?

Dr. Christine Born

Dr. Christine Born

Dr. Christine Born ist Diplom-Journalistin und Autorin. Sie interessiert sich für Politik, Kultur, Pädagogik, Psychologie sowie Naturthemen aller Art.

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