US-Politik im Nahen Osten: Jeffrey Sachs fordert Ende des «Blankoschecks» für Israels Kriege
Der Ökonom Jeffrey Sachs kritisiert in einem Beitrag mit dem Titel «Ending Israel’s War on Peace» die Nahostpolitik der USA scharf und fordert ein Umdenken zugunsten eines dauerhaften Friedens.

Der Ökonom Jeffrey Sachs kritisiert in einem Beitrag mit dem Titel «Ending Israel’s War on Peace» die Nahostpolitik der USA scharf und fordert ein Umdenken zugunsten eines dauerhaften Friedens.

Der jüngste Waffenstillstand im Konflikt zwischen Israel, den USA und Iran habe «genau nichts» erreicht, was Diplomatie nicht in einem Nachmittag hätte leisten können. Stattdessen bleibe die Lage instabil, da Israel laut Sachs ein Interesse daran habe, die Waffenruhe zu unterlaufen.

Im Zentrum seiner Analyse steht die These, dass Israels strategisches Ziel – verbunden mit Politikern wie Benjamin Netanyahu – auf regionale Vorherrschaft abziele und eine souveräne palästinensische Staatlichkeit verhindere.

Sachs sieht darin die Wurzel vieler Konflikte im Nahen Osten. Der von Iran vorgeschlagene Friedensplan könne hingegen eine Grundlage für Stabilität sein, auch wenn er für die USA einen Kurswechsel bedeute.

Scharf kritisiert Sachs auch Donald Trump, der sich von israelischen Versprechen habe leiten lassen. Während Trump öffentlich behauptete, Iran dränge auf eine Waffenruhe, sei es in Wahrheit umgekehrt gewesen: «Es war Trump selber, der um einen Waffenstillstand bat.»

Besonders kontrovers ist Sachs’ Bewertung Israels als «der tatsächliche ‹Terrorstaat›, der andauernd Krieg im Nahen Osten führt». Frieden sei nur möglich, wenn die USA ihre Unterstützung für Israels Militärpolitik beenden und auf die Einhaltung der Grenzen von 1967 drängen. Eine Zwei-Staaten-Lösung bleibe laut Sachs der Schlüssel: «Der Frieden ist im Griffweite, wenn die USA das verstehen.»


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