Waffenstillstandsgespräche ohne Ergebnis: Iran und USA brechen Verhandlungen in Pakistan ab
Nach über 20 Stunden Gesprächen bleibt ein Durchbruch aus – Teheran hält dennoch an Diplomatie fest, Washington zeigt sich enttäuscht

Die Verhandlungen zwischen Iran und den USA in Pakistan sind ohne Einigung beendet worden. Nach mehr als 20 Stunden intensiver Gespräche reisten sowohl die iranische Delegation als auch US-Vizepräsident JD Vance aus Islamabad ab. Laut iranischen Angaben gehörten Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Aussenminister Abbas Araghchi zur Delegation.

Zentrale Streitpunkte blieben das iranische Atomprogramm sowie die Kontrolle über die strategisch wichtige Strasse von Hormus. Vance erklärte nach den Gesprächen, es sei nicht gelungen, Iran zu verbindlichen Zusagen zu bewegen: Die USA hätten es nicht erreicht, dass Teheran die amerikanischen Bedingungen akzeptiere. Trotz eigener Felixibilität habe man man keinen Fortschritt erreicht.

Auch aus iranischer Sicht endeten die Gespräche ergebnislos. Dennoch betonte Esmaeil Baghaei, Sprecher des Aussenministeriums, dass der diplomatische Prozess fortgesetzt werde. «Die Diplomatie endet nicht», erklärte er und unterstrich, dass Verhandlungen weiterhin ein zentrales Mittel seien, um nationale Interessen zu sichern.

Die Gespräche in Islamabad galten als wichtiger Test für eine mögliche Annäherung nach Monaten wachsender Spannungen. Das Scheitern verdeutlicht jedoch die tiefen Differenzen zwischen beiden Seiten. 

Während Washington auf verbindliche Garantien gegen ein iranisches Atomwaffenprogramm drängt, zeigt sich Teheran bislang nicht bereit, diese Forderungen zu erfüllen.

Trotz des Rückschlags signalisieren beide Seiten zumindest indirekt Gesprächsbereitschaft. Ob dies zu neuen Verhandlungen führt, bleibt jedoch offen.


Von Megatron (https://x.com/Megatron_ron/status/2043285808896205281)

Axios: „Der Iran weigerte sich, seine Bestände an angereichertem Uran aufzugeben“

IRIB: „Der amerikanische Feind – der niederträchtig, bösartig und unehrlich ist – versuchte am Verhandlungstisch zu erreichen, was er im Krieg nicht erreichen konnte.

Zu diesen Forderungen gehören die Übergabe von angereichertem Uran und die Öffnung der Straße von Hormus, ohne dass die iranische Souveränität darüber bestätigt wurde.

Der Iran hat beschlossen, diese Bedingungen abzulehnen und die heilige Verteidigung seines Vaterlandes mit allen notwendigen Mitteln, ob militärisch oder diplomatisch, fortzusetzen.“

Quelle gegenüber Tasnim: „Der Iran hat es nicht eilig. Der Ball liegt nun bei Amerika. Sie haben etwas Zeit, ihre Fehleinschätzung zu überdenken, während die Straße von Hormus geschlossen bleibt.“

Eines der Probleme war die mangelnde Bereitschaft der USA, Israel zu einem sofortigen Waffenstillstand im Libanon zu zwingen.

Die USA überzeugten Israel lediglich davon, die Angriffe auf Beirut einzustellen, während sie diese „schrittweise“ auf den Südlibanon und den Rest des Landes ausweiteten. Der Iran stimmte dem nicht zu.


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