Den Übergang vorbereiten

Jede der 12 Raunächte bietet Anlass zu Besinnung und Ausrichtung. Heute, am 31. Dezember, steht der Übergang ins neue Jahr an. Was nehmen Sie mit? Was möchten Sie ändern? Und was können Sie tun, wenn es nicht gelingt?

Eine Hand hält eine brennende Wunderkerze vor unscharfem Hintergrund
(Bild: Danil Aksenov on Unsplash)

Wenn Sie vor lauter Weihnachtsfeiern noch nicht dazu gekommen sind, sich Gedanken über das vergangene und das kommende Jahr zu machen, seien Sie unbesorgt: Je nachdem, wie man die Daten setzt, dauern die Raunächte noch bis zum 6. Januar.

Christine Fuchs plädiert in ihrem Buch «Räuchern in Winterzeit und Raunächten» dafür, dass man sich während der Übergangszeit Tagesfragen stellt, um das Vergangene Revue passieren und das Neue Gestalt annehmen zu lassen. Für heute, Silvester, eignen sich Fragen wie:

  • Wie nehme ich den Übergang ins neue Jahr wahr? Welche Qualität hat er für mich? Einfach und schwungvoll oder eher zäh und schwierig?
  • Wie ging ich bisher mit biografischen Übergangssituationen um? Was möchte ich in Zukunft daran ändern?

Neujahrsvorsätze stehen in dem Ruf, nicht besonders nachhaltig zu sein. In den Fitness-Centern tummeln sich im Januar Menschen, die sich vorgenommen haben, im neuen Jahr mehr Sport zu treiben. Je näher der Frühling rückt, desto mehr lichten sich die Reihen.

Vieles von dem, was wir für uns tun möchten, lässt sich nicht auf Knopfdruck umsetzen. Manches braucht Zeit, und wir brauchen Geduld - auch mit uns selbst. Die Devise lautet: Dranbleiben. Wenn es heute nicht klappt, dann klappt es vielleicht morgen. Viele Menschen machen den Fehler, einen Vorsatz oder einen Plan allzu bald über Bord zu werfen, weil die Umsetzung scheitert. «Mikroschritte» nennt sich das, wenn wir in kleinen Schritten vorwärts gehen und jeden Tag ein bisschen mehr von dem machen, was wir uns vorgenommen haben.

Sie schaffen es nicht, 20 Minuten täglich joggen zu gehen? Dann joggen Sie heute 5 Minuten, morgen 7 Minuten, übermorgen 10 Minuten und so weiter. Es gelingt Ihnen nicht, in einer bestimmten Situation anders zu reagieren als gewohnt? Dann überlegen Sie, was der Grund war. und probieren Sie es beim nächsten Mal wieder. Jeder Tag, jede Situation, in der wir anders reagieren möchten, ist eine neue Chance. Vielleicht müssen Sie die Planung anpassen, wenn Sie merken, dass ein Plan sich nicht umsetzen lässt. Vielleicht brauchen Sie Hilfe, aus Ihrem Umfeld oder von professioneller Seite.

Mich persönlich hat das vergangene Jahr einige sehr wichtige Dinge gelehrt. Eines davon ist: Wenn ich auf die Lösung fokussiere, funktioniert meine Intuition. Dann kommen mir Gedanken, die mich weiterbringen, und es öffnen sich Türen. Wenn ich auf das Problem fokussiere, funktioniert meine Intuition nicht. Ich drehe mich im Kreis, und das Problem wird grösser.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit also auf die Dinge, die Sie möchten - auch im neuen Jahr, jeden Tag aufs neue.

31. Dezember 2019
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