Friede ist eine Entscheidung

Wenn Du im Frieden mit dir selbst bist, wenn deine Gedanken friedvoll sind, wird deine Kommunikation mit den Anderen friedvoll sein.

Schön, ruhig und friedlich präsentierte sich die Natur. Foto: Christa Dregger

Ein paar wunderschöne Wintertage mit Eis und Schnee liegen hinter uns. Schön, ruhig und friedlich präsentierte sich die Natur. Auch die Sonne fehlte nicht und blickte immer wieder mal hinter den Wolken hervor. Bei uns zeigte sie sich sogar einen ganzen Tag lang in ihrer vollen Schönheit und Strahlkraft. Ach!, so schön kann Winter sein!

Aber auch der Winter hat seine andere Seite: Kälte und Frost, verschneite und zugefrorene Autos, glatte Strassen und Verkehrschaos – welche Seite du wahrnimmst liegt an der Lebenssituation in der du dich befindest: ob du dir die Zeit nehmen kannst, in die Natur zu gehen und sie zu geniessen, oder ob du einen dringenden Termin hast, dein Auto frei kratzen musst und dann im Stau stehst ...

Egal in welcher Situation du in diesem Winter gerade bist, wir hier in Nord- oder Westeuropa gehören unabhängig vom Wetter absolut zu den Privilegierten: Wir befinden uns, zumindest äusserlich gesehen, nicht im Krieg, müssen nicht frieren und hungern und in ständiger Angst um unser Leben sein.

Wie anders sieht das bei unseren Brüdern und Schwestern in den vielen Kriegsschauplätzen der Welt aus! Was haben sie dort zu leiden, und die vielen Toten und Verletzten zu beklagen. Und das Schlimmste: Die meisten davon sind unschuldige Zivilisten, Frauen und Kinder.

Die grösste Betroffenheit bei den meisten von uns besteht verständlicher Weise über die Situation in der Ukraine und Israel/Palästina. Sie liegen uns geographisch am nächsten. Was ist das für eine schreckliche Welt! Können wir sie ändern? Was können wir tun, damit endlich Frieden entsteht? Wem nützt es wirklich, wenn wir auf die Strasse gehen?

Friede ist kein plötzlicher Zustand,
der einfach so entsteht.
Friede ist eine Entscheidung –
von jedem einzelnen Menschen.

Christina von Dreien

Ich gehe vollkommen d’accord mit Christina von Dreien, dass Frieden eine Entscheidung von jedem Einzelnen von uns ist. Der Frieden in Dir steht am Anfang. Deine Gedanken, ob positiv oder negativ, bestimmen deine Wirklichkeit; die kollektiven Gedanken bestimmen die Wirklichkeit der Welt.«Am Anfang war der Klang/ der Gedanke/das Wort».

Wir, als Menschen, dürfen endlich begreifen, dass wir keine machtlosen Würmchen sind. Wir sind Teil des Göttlichen, Teil von Allem-was-Ist. Und gemeinsam sind wir sehr stark!

Wenn Du im Frieden mit dir selbst bist, wenn deine Gedanken friedvoll sind, wird deine Kommunikation mit den Anderen friedvoll sein. Du kannst ihnen dann ruhig zuhören, wirst sie verstehen, und auch deine Meinung offen und frei aussprechen. Wir müssen miteinander reden, nicht übereinander, und richtig zuhören lernen!

Selbst mit diesen guten Absichten ist dennoch das Gefühl der Hilflosigkeit, geschürt von Politik und Medien, noch sehr stark in uns.

Martin Winiecki aus Tamera macht in einem Zeitpunkt-Artikel Vorschläge, wie friedliche Aktionen Erfolg haben könnten, damit z.B. in Israel/Palästina Frieden einkehrt. Hier ein paar Auszüge:

Für jemanden wie mich, der sich seit vielen Jahren unter anderem zusammen mit israelischen und palästinensischen Friedensaktivisten für den Frieden einsetzt, ist das Ausmass des Schmerzes und des Leids, die scheinbar grenzenlose Grausamkeit sowohl gegen Israelis am 7. Oktober als auch gegen die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens seither unerträglich. (…)

Unabhängig davon, ob man mit den Absichten der israelischen Regierung übereinstimmt oder nicht, ist klar, dass die militärische Zerstörung der Hamas praktisch zum selben Ergebnis führen würde: Zehntausende weiterer Zivilisten zu töten, diese ganze Region von 2,3 Millionen Menschen dem Erdboden gleichzumachen. (…)

Das Ausmass der Brutalität in Gaza hat weltweit eine noch nie dagewesene Aufmerksamkeit und Solidarität mit der palästinensischen Sache hervorgerufen. Trotz der massiven Zensur und Kriminalisierung palästinensischer und pro-palästinensischer Stimmen ist ein grundlegender Wandel in der Darstellung des Konflikts im Gange. Die Klage Südafrikas vor dem Internationalen Gerichtshof stellt einen beispiellosen Meilenstein dar. (…)

Je mehr sich die öffentliche Meinung zu Gunsten der Palästinenser ändert, desto mehr kann die Bewegung den Druck durch gewaltlosen zivilen Ungehorsam, einschliesslich Boykott, Desinvestition und Sanktionen, erhöhen. Wenn die Bewegung in den Vereinigten Staaten weiter wächst, könnte bald ein Punkt erreicht sein, an dem sich die Demokraten ihre bedingungslose Unterstützung für israelische Kriegsverbrechen, Apartheid und Besatzung nicht mehr leisten können. (Dasselbe könnte für die Labour Party im Vereinigten Königreich oder die SPD und die Grünen in Deutschland geschehen).

Hier der ganze Artikel!

Was Du auf jeden Fall tun kannst (und es wahrscheinlich schon längst getan hast) ist, Dich für den Frieden zu entscheiden, den Frieden schaffen ohne Waffen! Mit dieser Entscheidung bist du auch auf gutem Weg zu dem Frieden in Dir.

Beachte dabei: Der Gedanke «für den Frieden» zu sein ist sehr viel lichtvoller, als «gegen den Krieg».

Eva-Maria

Eva-Maria Gent
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www.eva-maria-gent.de

www.gesellschaft-in-balance.de
www.charta-demokratiekonferenz.org

Kommentare

genau so ist es...

von [email protected]
... «für den Frieden» zu sein, ist sehr viel lichtvoller, als «gegen den Krieg» und wenn wir immer mehr werden, die zunehmend und von Herzen im "FÜR" denken, sprechen, sich verbinden und handeln, wird's machtvoll. Danke für Deine Klarheit, Eva-Maria!