Das Aktionsbündnis freie Schweiz und SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann verlangen Moratorium für modRNA-Impfstoffe
An einer Medienkonferenz in Bern wird das Zulassungsverfahren scharf kritisert.

Das Aktionsbündnis freie Schweiz (ABF) und der SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann fordern ein Moratorium für modRNA-Impfstoffe. An einer Medienkonferenz in Bern kündigte Wyssmann an, eine Motion einzureichen, die die Sistierung von Zulassungen verlangt, solange klinische Studien nicht den vor 2020 üblichen Standards entsprechen. 

«Es ist absolut unhaltbar, auf der Basis solch unseriöser Zulassungsentscheide … eine experimentelle Gentherapie auf die Bevölkerung loszulassen», erklärte er. Gefordert werden unter anderem placebo-kontrollierte, doppelt verblindete Studien mit längerer Laufzeit.

Rechtsanwalt Philipp Kruse sprach von «schwersten Mängeln im Zulassungsprozedere», während Andrea Staubli vor einer stärkeren gesetzlichen Verankerung von Impfprogrammen warnte. In vielen Kantonen würden Impfverweigerer mit zehntausenden von Franken bestraft.

Der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Konstantin Beck von der Universität Luzern verwies auf den starken Geburtenrückgang seit Beginn der Corona-Ipfung: «In der Schweiz setzte … ein ausserordentlich starker und anhaltender Geburtenrückgang» auf einen historischen Tiefstand ein». Zudem erklärte er, es sei «nicht nachvollziehbar», dass Impfempfehlungen für Schwangere bestehen blieben. Der Arzt Daniel F. Beutler bezeichnete die Kampagnen als «globalen Feldversuch».

Gemäss den Vertreter des Aktionsbündnis freie Schweiz bedeute Moratorium keine generelle Impfablehnung, sondern einen «Marschhalt», bis offene Sicherheits-, Haftungs- und Regulierungsfragen geklärt seien.

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