Steigende Energiepreise, geopolitische Spannungen und strukturelle Probleme haben die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft geschwächt. Während Politik und Medien zuletzt von wachsenden Industrieaufträgen sprachen, warnt der Ökonom Thomas Kolbe vor einer verzerrten Wahrnehmung:
Der Zuwachs gehe vor allem auf militärische Produktion zurück, die durch schuldenfinanzierte Programme und höhere Nachfrage der Bundeswehr angekurbelt werde.
Gleichzeitig seien klassische Schlüsselbranchen wie die Automobilindustrie rückläufig, und die Gesamtproduktion sei zuletzt sogar gesunken.
Kritiker sehen darin weniger eine nachhaltige Erholung als vielmehr einen statistischen Effekt durch staatliche Rüstungsinvestitionen. Auch der Bausektor gilt laut Analyse weiterhin als Schwachpunkt; Indikatoren signalisierten erneut Schrumpfung.
Kolbe argumentiert, die Militarisierung binde Kapital und Personal, die für langfristige Investitionen fehlen.