Nord-Stream-Betreiber fordern Entschädigung von Versicherern – Verfahren stocken
Versicherer berufen sich auf Kriegsausschluss

Die Betreiberfirma der zerstörten Ostsee-Pipelines hat bei einem Gericht in London Schadenersatz in Höhe von rund 580 Millionen Euro eingeklagt. Die Anschläge vom September 2022 hatten die Leitungen schwer beschädigt. Bisher blieben die Forderungen jedoch ohne Erfolg.

Die Gesellschaften wie Lloyd’s und Arch weisen die Ansprüche zurück. Sie argumentieren, die Sprengungen seien eine direkte Folge des Ukraine-Kriegs und fielen unter die Ausschlussklausel für kriegerische Handlungen. Die Kläger sehen hingegen Sabotage, die versichert sein müsste. Das Verfahren dauert an, ein Urteil steht noch aus. Die Pipeline Nord Stream 2 war nie in Betrieb gegangen und liegt seit den Anschlägen ungenutzt am Meeresboden.