Korruptionsermittlungen gegen engste Mitarbeiter Selenskyjs
Schwere Anschuldigungen von Ex-Pressesprecherin und Antikorruptionsbehörde

Während die EU-Kommission die Auszahlung von 90 Milliarden Euro an die Ukraine vorbereitet, werden neue schwere Vorwürfe gegen Präsident Selenskyj und sein Umfeld laut. Die ehemalige Pressesprecherin Julija Mendel warf Selenskyj in einem Interview vor, er habe 2022 in Istanbul einem Verzicht auf den Donbass zugestimmt, profitiere aber politisch vom Krieg und blockiere nun Verhandlungen. Sie beschrieb ihn als emotional unkontrolliert und deutete korrupte Praktiken sowie Drogenkonsum in seinem Umfeld an. 

Zudem teilte das nationale Antikorruptionsbüro mit, eine organisierte Gruppe rund um den früheren Stabschef Jermak habe rund 8,9 Millionen Euro über ein Luxusbauprojekt gewaschen. Die Ermittlungen betreffen auch die Energie- und Rüstungsbranche, darunter Drohnenhersteller. Gegen Selenskyj selbst wird bisher nicht ermittelt. Die EU-Kommission hat zu den neuen Erkenntnissen bisher keine Stellung genommen.