Die «Fakten» zu den Fallzahlen der Corona-Krise haben einen höchst abenteuerlichen Ursprung

Die Johns Hopkins University und das «Worldometer» zählen zu den meistzitierten Quellen über die Entwicklung der Covid-19-Pandemie. Wer den Datenströmen nachgeht, stösst auf eine unglaubliche Mischung von Dilettantismus, Hochrechnungen aufgrund unbekannter Algorithmen und Anonymität. Darauf basieren die Behörden ihre Massnahmen.

(Bild: pixabay.com)

Die Fallzahlen der Johns Hopkins University (JHU), die auch Behörden als massgeblich betrachten, stammen aus undurchsichtigen Quellen. Dies zeigt diese Recherche, die den Datenströmen nachgegangen ist. Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht «Quellen zur Datenbasis der Infiziertenzahlen»

  • Für Deutschland stammen die Zahlen zwischen dem 5. und dem 27. März vor allem von der «Berliner Morgenpost», seither auch von der «Zeit» und dem «Tagesspiegel».
  • Hinter den Daten des Tagesspiegels stehen 40 Freiwillige, die in einem undurchsichtigen Prozess die Daten «verifizieren».
  • Die von der JHU zusammengestellten Zahlen liegen bei den Neuinfizierten in der Regel höher und bei den Genesenen tiefer als sie in Wirklichkeit sind.
  • Fehler in den Zahlen, die der JHU gemeldet werden, werden offenbar nicht korrigiert, wie Journalisten der «Berliner Morgenpost» berichten. Auch Fachleute zweifeln inzwischen an der Qualität der JHU-Daten.
  • Das «Worldometer», ein verbreitete Quelle für Fallzahlen, enthält nicht einmal Impressum. Man weiss nicht, wer dafür verantwortlich ist. Worldometer gehört «Dadax», einer «kleinen» amerikanischen Softwareschmiede, die ihrerseits kein Impressum führt, in dem man etwas über die Besitzverhältnisse und Verantwortlichkeiten erfahren könnte.
  • Ausschnitt aus dem Bericht «Quellen zur Datenbasis der Infiziertenzahlen»

     

  • Worldometer über sich selber: «Die Covid-19-Daten von Worldometer werden von der Johns Hopkins-University, der Financial Times, der New York Times, Business Insider und vielen anderen als vertrauenswürdig eingestuft.

  • Die Zahlen beruhen aber nicht auf Zählungen, wie man vermuten müsste, sondern auf Hochrechnungen aufgrund eines «proprietären Algorithmus», eines Algorithmus also, der Worldometer gehört, von dem wir nicht wissen, wer es ist, wer dahintersteht und wem es gehört.
  • Worldometer bietet eine App an, mit der Webmaster in aller Welt die «Zahlen» in Echtzeit auf ihren Websiten publizieren können. Die grosse Verbreitung erzeugt einen Schein von Glaubwürdigkeit.

Fazit: Die Zahlen der privaten, von Multimilliardären finanzierten Johns Hopkins University und des Worldometers sind nachweislich unzuverlässig. Für die «Medizin», die sie zur Behandlung der Corona-Krise empfehlen, besteht noch kein vollständiger Beipackzettel über Risiken und Nebenwirkungen. Vor ihrer Verwendung muss bis zum Vorliegen zuverlässigerer Informationen über Datenquellen und Verarbeitung abgeraten werden.
______________

Quelle: «Quellen zur Datenbasis der Infiziertenzahlen». Der Bericht wurde uns ohne Absender zugestellt. Seine Quellen können aber zurückverfolgt werden.

Über

Christoph Pfluger

Submitted by reto on Do, 07/13/2017 - 08:33

Christoph Pfluger ist seit 1992 der Herausgeber des Zeitpunkt. "Als Herausgeber einer Zeitschrift, deren Abobeitrag von den Leserinnen und Lesern frei bestimmt wird, erfahre ich täglich die Kraft der Selbstbestimmung. Und als Journalist, der visionären Projekten und mutigen Menschen nachspürt weiss ich: Es gibt viel mehr positive Kräfte im Land als uns die Massenmedien glauben lassen".

032 621 81 11
christoph.pfluger@zeitpunkt.ch

Kommentare

WHO Zahlen?

von Hermann
Sehr geheerter Hr. Pfluger Ich sende Ihnen eine Kopie eines Artikels aus der USA, in dem die Zahlen des WHO-Direktors kritisiert werden. Ich hoffe sie sind für Sie von Nutzen. Herzlichst, Hermann A. Kälin ------------------------------------------------------------- HALLO WELT! Bevor sich die Wirtschaft vollständig auflöst - Wird sonst noch jemand bemerken, dass der WHO-Direktor einen grundlegenden Fehler bei der Verursachung globaler CoronavirusPanik gemacht hat?   Artikel von Jim Hoft  (TheGatewayPundit.com) Bevor sich die US-Wirtschaft in Nichts auflöst - Wird ein sogenannter Experte da draussen auch bemerken, dass der WHO-Direktor eine globale Coronavirus-Panik über einen grundlegenden mathematischen Fehler verursacht hat. Der umstrittene äthiopische Politiker und Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, behauptete in einer Pressekonferenz Anfang März, dass die Todesrate für das Coronavirus ein Vielfaches der Todesrate der gemeinsamen Grippe sei.  Diese ungeheuer falsche Prämisse hat zu der grössten wirtschaftlichen Panik in der Weltgeschichte geführt. Der Generaldirektor der WHO sprach am 3. März 2020 und teilte dies im Zusammenhang mit dem Coronavirus mit: „Während viele Menschen weltweit Immunität gegen saisonale Grippestämme aufgebaut haben, ist COVID-19 ein neues Virus, gegen das niemand immun ist. Das bedeutet, dass mehr Menschen anfällig für Infektionen sind und einige an schweren Krankheiten leiden. Weltweit sind etwa 3,4% der gemeldeten COVID-19-Fälle gestorben. Im Vergleich dazu tötet die saisonale Grippe im Allgemeinen weit weniger als 1% der Infizierten“. Das Problem ist, dass seine Aussage falsch ist. Original: https://www.thegatewaypundit.com/2020/03/hello-world-before-economy-totally-disintegrates-will-anyone-else-notice-who-director-made-basic-math-error-in-causing-global-coronavirus-panic/