Die Fassade ist grün, das Geschäftsmodell heisst Verschleiss: Die Bauindustrie verspricht Nachhaltigkeit und produziert Gebäude, deren Materialien sich kaum reparieren, trennen oder wiederverwenden lassen. Am Ende steht dann der Abriss – und der nächste Auftrag.
Im Gespräch mit Elisa Gratias legt Bauingenieur und Immobilienentwickler Benjamin Fercher die Widersprüche dieser Wegwerfarchitektur offen. Warum werden selbst junge Gebäude abgerissen? Was taugen hohe Recyclingquoten, wenn wertvolle Baustoffe auf Deponien landen? Und wem dienen Vorschriften und Normen: den Bewohnern oder der Baustoffindustrie?
Während alte Häuser Jahrhunderte überdauern, werden moderne Bauten früh zu Sanierungsfällen. Doch es geht anders: Holz, Lehm, Kalk und bewährtes Handwerk ermöglichen langlebige, reparierbare Häuser und gesundes Wohnen.
Ein Gespräch über eine Branche, die am Neubau verdient – und die Frage, ob wir unseren Kindern bewohnbare Häuser hinterlassen oder den nächsten Berg Bauschutt.
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