Wer heute durch Medellín schlendert, die grünen Korridore nutzt oder mit der Metrocable über die Hänge fährt, kann kaum glauben, dass diese Stadt einst als gefährlichste Metropole der Welt galt.
Am 21. Juni trafen die Kolumbianer ihre Entscheidung. Mit knapper Mehrheit wurde der rechtsextreme Strafrechtsanwalt Abelardo de la Espriella, der noch nie ein gewähltes Amt bekleidet hat, zum designierten Präsidenten gewählt. Klimaschützer, Menschenrechtsaktivisten, indigene Gemeinschaften und Friedensaktivisten haben bei der Agenda seiner künftigen Regierung am meisten zu verlieren.
Kolumbiens mutmaßlich nächster Präsident de la Espriella, ein Ultrarechter, unterhält gute Kontakte in die extreme Rechte in Europa. Er wurde im Wahlkampf von Trump unterstützt und will das Land erneut den USA unterwerfen.