Ein ganz besonderer Tag

Wer nicht weiss, dass heute internationaler GT-Tag ist, sollte es dringend erfahren!

Foto von Plymouth Gin

Früher kam Gin aus England, hiess schlicht und einfach «Gin» und zusammen mit Tonic «GT». Denn meist gesellt sich zum Gin das berühmt berüchtigte und chininhaltige «Indian Tonic Water». Es wurde bis ins 20. Jahrhundert zur Behandlung von Malaria verabreicht, vor allem an britische Armeeangehörige in den Kolonien. Chinin ist als schmerzlindernder und fiebersenkender Stoff bekannt und wird aus der Rinde des Chinarindenbaumes gewonnen. Es gibt dem Tonic Water seinen herben, leicht bitteren Geschmack. Ausserdem steht Chinin im Verdacht, bei zu hohen Dosierungen die männliche Potenz negativ zu beeinflussen. Allerdings nur, wenn man es täglich und literweise trinkt.

Schon die englische Queen Mum war eine begeisterte Liebhaberin des edlen Wacholderschnapses. Ihren ersten Schluck nahm sie bereits zur Mittagszeit ein. Angeblich brauchte sie die Drinks, um die anstrengenden Verpflichtungen im britischen Königshaus durchzustehen. Die schottische Traditionsmarke «Gordon's» wurde 1988 zum offiziellen Hoflieferanten der britischen Royals. Auch viele grosse Schriftsteller wie F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway waren bekennende «Gintusiasten» .

Wieso wir heute ausgerechnet über Gin schreiben? Weil heute – wie  jedes Jahr am 19. Oktober – «Internationaler Gin-Tonic-Tag» ist. So etwas muss man einfach wissen!

Und weil er angeblich so gut schmeckt, wird er in den USA auch am 9. April gefeiert, dem «National Gin and Tonic Day». Ehrlicherweise muss gesagt werden, dass wir es bis heute auch nicht wussten. Und wieso er überhaupt gefeiert wird, ist doch eigentlich auch egal, oder? Hauptsache – er schmeckt.

Na dann, ein Prost mit Gin auf den Gin-Tonic!

Und hier noch das Rezept für eine Portion:

Zutaten:

  • 4 cl. Gin
  • Tonic Water (für Männer vorsichtshalber nur die Hälfte)
  • eine Limette (Zitrone geht auch, aber Limette schmeckt besser)
  • Je nach Geschmack auch Kräuter, Gewürze, Früchte
  • genug Eiswürfel

Vorbereitung:

Entscheidend für den perfekten Gin mit Tonic ist eine niedrige Trinktemperatur und eine geringe Schmelzwasserabgabe. Dazu sollten Trinkgefäss und Tonic Water vorgekühlt sein. Das Glas kann vorab im Kühlfach gelagert oder mit Eiswürfeln gekühlt werden.

Zubereitung:

  • Den Gin in das Glas geben.
  • Anschließend die Flasche Tonic Water öffnen (erst kurz vor Gebrauch, um die Kohlensäure zu erhalten). Das Tonic Water langsam in das Trinkgefäß füllen, damit möglichst wenig Kohlensäure entweicht.
  • Nun das Glas langsam bis zum Rand mit Eiswürfeln auffüllen. Mit einem Cocktailstab vorsichtig verrühren.
  • Abschließend den Glasrand mit einer Zitronen- oder Limettenscheibe garnieren oder wahlweise die Fruchtscheibe in das Glas geben. Je nach Wunsch kann das Getränk mit Kräutern, Gewürzen oder Früchten verfeinert werden, zum Beispiel für den Plymouth Gin: Angelikawurzel, Kardamom, Koriander und Schwertlilienwurzel.
  • Vor dem Trinken unbedingt erst die Maske vom Gesicht nehmen: Prost!