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Castor schottern

Zwei Tage nachdem die Bundesregierung Ihre Pläne zur Verlängerung der AKW-Laufzeiten verkündet hat, tritt die Kampagne Castor Schottern an die Öffentlichkeit. Zur bundesweiten Kampagne gehören mittlerweile 39 Gruppen, Initiativen und Organisationen von Flensburg bis München, von Düsseldorf bis Berlin – und aus dem Wendland selbst. Eine wachsende Zahl von Personen aus Kultur, Wissenschaft und öffentlichem Leben unterstützt die Kampagne Castor Schottern, darunter mehrere ProfessorInnen und der Liedermacher Hannes Wader.

Cannabis: Vom Suchtmittel zum Medikament

Fast 40 Jahre lang hat sich die Wissenschaft praktisch geweigert, die therapeutischen Möglichkeiten der als illegal geltenden Drogen wie Cannabis oder LSD gezielt zu erforschen. Neue Erkenntnisse könnten dazu führen, dass neu Regierungen aufgefordert werden, Finanzierung für derartige Studien neu zu überdenken, schreibt das Fachmagazin NewScientist.

Target Guerilla Campaigning

Die US-Supermarktkette «Target» unterstützt einen rechten republikanischen Gouverneurskandidat mit 150'000 Dollar in Minnesota. Graswurzel-AktivistInnen starteten im August eine Kampagne dagegen um auch die generell die massiven finanziellen Unterstützungen von Firmen in Wahlkämpfen zu thematisieren.

BürgerInnen gegen die Atomlobby

Hinter verschlossenen Türen drängt Kanzlerin Merkel auf ein neues Energiekonzept, maßgeschneidert auf die Atomlobby. Sie nennt es eine "Energie-Revolution", doch in Wahrheit ist es ein gewaltiger Erfolg für die Profite der Atomkonzerneund ein riesiger Rückschlag für wichtige Investitionen in erneuerbare Energielösungen und den Klimawandel.

Deutschland sucht den Super-Rechtspopulisten

In den deutschen Medien wird eine «Rechtspartei» und ein Rechtsruck des Zeitgeists geradezu herbei geschrieben. Einzig eine charismatische Führungsfigur «fehlt» in dem Szenario. Wem dient der Hype um talkshowtauglichen Islamophobiker? Und was hätten wir zu erwarten, käme es zu einem politischen Rechsschwenk? (Roland Rottenfußer)

Zinslose Komplementärkredite

Es hängt viel davon ab, ob unsere Gesellschaft die Kraft aufbringt, nicht nur über Zinsen zu klagen, sondern zinslose Kredite zu organisieren. Sie sollten herkömmliche Kredite (noch) nicht ersetzen, sondern ergänzen: Komplementärkredite. Im Chiemgau läuft derzeit ein Experiment mit Kleinkrediten an, die in Regionalgeld ausgezahlt werden. (Roland Rottenfußer)