«Was lesen Sie da?», fragt mich ein Mann an der Strassenbahnhaltestelle, als ich Dror Mishanis auf Deutsch gerade erschienenes Buch «Fenster ohne Aussicht, Tagebuch aus Tel Aviv» gezückt habe. Seit dem 7. Oktober 2023 führe ich selbst Tagebuch, um irgendwie mit «dem Krieg» zurechtzukommen, also habe ich ohne Zögern 26 Euro für das Bändchen hingelegt.
Wenn Israels wenigen verbliebenen Freunden in der Welt wirklich etwas an Israel und der Zukunft dieses Landes liegt, müssen sie helfen, diesen Krieg zu beenden. Wir brauchen keine Freunde, die den Krieg und den Hass, den wir fühlen und den wir erzeugen, schüren.
Die NATO feierte ihr 75jähriges Bestehen, beschwört ihre Einigkeit und Stärke, obgleich das den Gegebenheiten total widerspricht. Tatsächlich befindet sich das Bündnis in seiner tiefsten Krise, militärisch, ökonomisch und diplomatisch. Teil 1.
Israels so genannte Führer in der Koalition und in der Opposition möchten uns alle glauben machen, dass Israel für immer mit dem Schwert leben oder untergehen muss. Dies ist die Grundlage für Israels gescheiterte strategische Position seit 76 Jahren. Auf der Grundlage dieser gescheiterten Strategie gräbt sich Israel nun in Gaza ein, um für lange Zeit zu bleiben.
Ein neuer Frauentyp ist im Entstehen – auf der Leinwand ebenso wie im wirklichen Leben: Frauen, die bereit sind, zu töten. Oder töten zu lassen. Die Kolumne aus dem Podcast «Fünf Minuten».
Die Welt blutet. Lebenskraft entweicht aus tausend Wunden, und die vielleicht schlimmste Blutung ist die, die aus Gaza kommt. Sie zu stillen, bedeutet Verzicht, Vergebung – und ein realistischer Friedensplan.