Aus der Sicht der Dreigliederung muss die Biodiversitätsinitiative abgelehnt werden: Sie befeuert den falschen Glauben, dass es Massnahmen zum Schutz der Biodiversität gäbe, die ohne den radikalen Umbau der agroindustriellen Landwirtschaft auskämen. Ein lebendiges Verständnis der Erde braucht auch ein neues Verständnis von Biodiversität: eines, das ein «Altern in Würde» begleitet.
Die «Normalen» tun oder lassen alles, damit sich nichts ändert. So wie das Pflanzenschutzgift Lindan aus Schweizer Produktion immer noch in Tonnen im Boden liegt. Und wie das Gift immer noch in unseren Köpfen und Gefühlen liegt.
Emmi bewirbt seine Milchprodukte mit dem Slogan «Genuss von ganzem Herzen». Ein aktueller Artikel in der NZZ «Zu viele Kälber werden geboren – wir entsorgen sie wie Müll» bringt ans Licht, was nicht auf dem Werbeplakat zu lesen ist.
Mehr Bio in der Landwirtschaft ist jedenfalls in greifbarer Nähe. Bisher folgten die Stimmbürger noch dem Bauernverband. Doch die Visionäre naturnahe Landwirtschaft legen nach.
Die Landwirtschaft braucht vieler Menschen Hände. Im Kapitel 8 des Essays über Kultur-Landwirtschaft geht es um konkrete Handlungsansätze und wie sie finanziert werden können.