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3 Fragen an Konfliktologe Roman Mendelev

Als Konfliktberater hat man zu Corona-Zeiten wohl einiges zu tun. Privat und beruflich sind viele Menschen während dieser Krise an ihre Grenzen gekommen. Roman Mendelev, im russischen Sankt Petersburg geboren, ist Konfliktologe, Trainer in der Erwachsenenbildung, systemischer Coach und Dozent in verschiedenen Bildungsinstitutionen. Seine Lieblingsthemen sind Persönlichkeitsentwicklung, Konfliktmanagement und soziale Kompetenz. Die derzeitigen Konflikte in der Gesellschaft, etwa in der Schweiz oder in Deutschland, umschreibt der 44-Jährige, der in Hamburg lebt, als Konflikte, die eigentlich innere Konflikte sind, die die Menschen nun austragen. Weswegen er auch empfiehlt, die jetzige Zeit zu nutzen, um sich selbst weiterzuentwickeln. Er selbst strebe nach Ganzheit und wolle ein Homo Beatus werden – ein glücklicher Mensch.

Zwischen Skylla und Charybdis – der intrapsychische Konflikt der geimpften Menschen

Das Dilemma der Geimpften: auf der einen Seite die Angst vor Corona, auf der anderen die Angst vor den Informationen der Querdenker. Aber wie Odysseus von einer Meeresschildkröte vor Skylla und Charybdis gerettet wurde, gibt es auch für die Geimpften einen Ausweg.

Kinder, die früh Sterne werden

Jedes Jahr sterben in der Schweiz Kinder während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt. Die Organisation «Dein Sternenkind» bietet den trauernden Eltern ein «erstes und letztes Bild» vom totgeborenen Baby an. Dalia Fichmann ist eine der ehrenamtlichen Fotografen und Fotografinnen, die in der Schweiz in die Spitäler fahren, um mit den Eltern das verstorbene Kind bildlich festzuhalten. «Für mich ist es ein kleiner Aufwand, aber für die Eltern haben diese Bilder sehr viel Wert», sagt die Fotografin.

3 Fragen an Ethikerin Ruth Baumann-Hölzle

Die Corona-Pandemie erforderte vom Bundesrat rasches Handeln zum Schutz von Menschen und Unternehmen. Anfangs musste er sich dafür zum Teil aufs Notrecht stützen. Seit September 2020 legt das verabschiedete Covid-19-Gesetz fest, mit welchen zusätzlichen Massnahmen der Bundesrat die Pandemie bekämpfen und wie er wirtschaftliche Schäden eindämmen soll. Als Reaktion auf die Entwicklung der Krise wurde das Gesetz mehrmals angepasst. Diesen 28. November wird wiederum ein Teil des Gesetzes zur Abstimmung vorgelegt, nachdem zum zweiten Mal ein Referendum zustande gekommen ist. Die Theologin und Ethikerin Ruth Baumann-Hölzle ist Leiterin der Stiftung Dialog Ethik und war jahrelang in der Nationalen Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin tätig. Ihr zufolge hat sich während der Coronakrise der Umgang mit dem Bürger und der Bürgerin verändert. «Als was wird der Mensch betrachtet und welche Rolle nimmt der Staat gegenüber der Bürgerin und dem Bürger ein?» Das sind Fragen, die die 64-Jährige in den Raum stellt.