Annemarie Koch, 78, Vorsitzende des Vereins Kene Elou Te, begleitet mit ganzem Herzen, viel Erfahrung und gesundem Menschenverstand eine Lebensschule im Dogonland von Mali und schafft dabei Wunder für verarmte Menschen. Zum Beispiel Wasser. Oder Schutz durch Rebellen.
Auf jeder Demonstration erlebe ich mindestens einen Moment, der mir bleibt. In Berlin, am 3. Oktober, auf der Demo «Nie wieder kriegstüchtig» gehörte dazu der freundschaftliche Handschlag von Andrej Konovalow und Artyom Klyga, einem Ukrainer und einem Russen, beides Aktivisten für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung.
Die meisten Menschen lügen bewusst ein bis zwei Mal pro Woche, beim Kennenlernen einer neuen Person aber fast im Minutentakt. Das Gespräch mit der Kriminalpsychologin Saara Huhtasaari erschien bereits im aktuellen Zeitpunkt zum Thema: Zeit der Wahrheit.
Mit dem Wort Wétiko bezeichneten die kanadischen Cree-Indianer einen bösen Geist, der die Seele eines Menschen befällt und ihm kannibalische Gelüste einflüstert. Später erkannten die Cree Wétiko als die Krankheit des «weissen Mannes», die grösste Epidemie der Menschheit: Habgier, Machthunger, fehlendes Mitgefühl sowie Unfähigkeit, für die nächsten Generationen zu denken. Soweit die Diagnose. Philosophen und Indigene aus verschiedenen Kulturen schlagen Heilmittel vor.
Staatspräsident Gustavo Petro bat um Entschuldigung für die Morde des Staates an der Friedensgemeinschaft San José de Apartadó – und nutzte die Zeremonie für eine beeindruckende Klarstellung, wer die Macht im Land hat – und zieht eine Verbindung bis zu den Gewaltkräften in Israel. (Artikel und Video)
In dieser neuen Terra-Nova-Podcast-Folge spreche ich mit der Schauspielerin Julia Höfler über ihr Stück «Gletarn» und ihren Workshop «Trau´ma uns». Mit beiden taucht sie tief ein in ihr vererbtes Kriegstrauma: Ihre Familie verdiente jedes Mal Geld, wenn die von ihrem Grossvater erfundene Handgranate explodierte.
Ich gehöre zu der Generation, die – in unserer eigener Wahrnehmung zumindest – erfolgreich für den Frieden demonstriert hat, damals zwischen 1981 und 1983 in verschiedenen europäischen Hauptstädten. Es ging gegen den NATO-Doppelbeschluss, der grob hiess: Erst aufrüsten, dann verhandeln. Wir aber wollten Frieden schaffen ohne Waffen. Wie konnte das so dermassen schiefgehen? Die Samstagskolumne.
Schätzungsweise 4000 Menschen aus 80 Ländern wollten von Kairo nach Gaza gehen – und wurden von ägyptischen Behörden gestoppt, hunderte deportiert oder sogar geschlagen – jedenfalls daran gehindert, den Grenzübergang von Rafah zu erreichen. Sie wollten dort für einen Waffenstillstand demonstrieren und Hilfsgüter überbringen. Doch die Repression war nur ein Teil der Verhinderungsstrategie, die Schikane begann bereits bei den Medien.