Europa

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Autarkes Wohnen auf kleinstem Raum

Das europäische Stromnetz ist fragiler, als allgemein bekannt ist. Erst vor kurzem wäre beinahe auf dem ganzen Kontinent das Licht ausgegangen. Der Wunsch nach energietechnischer Unabhängigkeit, aber auch das ökologische Bewusstsein bringen immer mehr Menschen dazu, sich für alternative Wohnformen wie Minihäuser zu interessieren. Diese sind nicht nur autark, sondern auch leicht abzubauen und an einen neuen Standort transportierbar.

Chapeau! – für Carola Rackete

Ende Mai wurde das Verfahren gegen die deutsche Kapitänin und Aktivistin Carola Rackete eingestellt. Sie wurde 2019 verurteilt, weil sie gegen den Willen der italienischen Regierung Geflüchtete aus Lybien aufs europäische Festland gebracht hatte. Ihr Fall hat internationale Kontroversen ausgelöst und die Diskussion über die Seenotrettung neu entfacht.

3 Fragen an Franziska Herren

Keine andere Initiative lässt die Wogen so hoch schlagen wie die Trinkwasserinitiative, die Franziska Herren aus dem Bernischen Widlisbach lanciert hat. Die selbstständige Unternehmerin im Bereich von Umweltprojekten erhielt während der Abstimmungskampagne anonyme Morddrohungen gegen sich und ihre Familie. Seither gibt sie nur noch Interviews via Zoom. Würde die Initiative nicht angenommen werden, sei die Bevölkerung nun zumindest informiert, wie es mit dem Trinkwasser und den landwirtschaftlichen Böden in der Schweiz aussehe, sagt die 54-Jährige. Sie ist zuversichtlich, ein Richtungswechsel in der Landwirtschaft steht an.

Klimaspuren – eine Fussreise quer durch die Schweiz

Wo versuchen Menschen nachhaltig zu leben und haben dazu umweltfreundliche Projekte ins Leben gerufen? Wo sieht es dagegen mit der Schweizer Umwelt weniger gut aus? Eine Wanderung durchs Land, die nächste Woche startet und mehrere Tage dauert, macht den Umgang mit dem Klimawandel zum Thema.

Schmiss Karriere hin, um Mangobauer zu unterstützen

Seine steile Karriere bei der Grossbank in London war vorgespurt. Aber mit 28 kündigte der Berner Jonathan Litscher und flog mit One-Way-Ticket nach Mosambik. Dort gründete er das Startup «We Are Nyanja», das heute gedörrte Mangos in die Schweiz exportiert.

3 Fragen an den Journalisten Carlos Gabetta

Mit politischen, sozialen und wirtschaftlichen Themen aus Lateinamerika und Europa beschäftigt er sich bereits das ganze Leben. Während der argentinischen Diktatur als Journalist bedroht, musste er 1976 Lateinamerika verlassen und ging nach Frankeich ins Exil. Dort arbeitete er unter anderem für die Agentur France Presse. Nach rund zehn Jahren kehrte Carlos Gabetta nach Argentinien zurück und wurde Chefredakteur von Le Monde Diplomatique in Buenos Aires, wo er heute noch lebt. Der 77-Jährige macht sich über die jetzige Lage in Lateinamerika Sorgen.