Redaktion

3 Fragen an Konfliktologe Roman Mendelev

Als Konfliktberater hat man zu Corona-Zeiten wohl einiges zu tun. Privat und beruflich sind viele Menschen während dieser Krise an ihre Grenzen gekommen. Roman Mendelev, im russischen Sankt Petersburg geboren, ist Konfliktologe, Trainer in der Erwachsenenbildung, systemischer Coach und Dozent in verschiedenen Bildungsinstitutionen. Seine Lieblingsthemen sind Persönlichkeitsentwicklung, Konfliktmanagement und soziale Kompetenz. Die derzeitigen Konflikte in der Gesellschaft, etwa in der Schweiz oder in Deutschland, umschreibt der 44-Jährige, der in Hamburg lebt, als Konflikte, die eigentlich innere Konflikte sind, die die Menschen nun austragen. Weswegen er auch empfiehlt, die jetzige Zeit zu nutzen, um sich selbst weiterzuentwickeln. Er selbst strebe nach Ganzheit und wolle ein Homo Beatus werden – ein glücklicher Mensch.

Frauen am Berg

Frauen sind schon immer genau so begeistert, virtuos und unerschrocken auf Berge gestiegen wie Männer. Nur wurde das lange Zeit kaum dokumentiert. Das partizipative Sammlungsprojekt «Fundbüro für Erinnerungen» will dies in seiner zweiten Ausgabe «Frauen am Berg» ändern. Das Publikum ist eingeladen, eigene Objekte und Geschichten von Frauen beizusteuern.

Amy Winehouse – singend, leidend, faszinierend

Ein Ausnahmetalent, dessen wildes Leben viel zu kurz zu Ende ging. Sie schien wie eine Frau aus einem anderen Jahrhundert, so wie sie gekleidet war, so wie sie auftrat. Ebenso die Lieder, die sie wählte, waren viele aus einer früheren Zeit – als die grossen Jazzerinnen die Bühnen besangen. Amy Winehouse war auch eine Jazzgrösse, nur: im 21. Jahrhundert. Sie lebte ein Leben voller Glamour mit Exzessen, Skandalen und mit Drogen. Vor zehn Jahren starb die Soul- und Jazzsängerin an einer Alkoholvergiftung und wurde damit ein weiteres Mitglied des «Clubs 27». Aus der Serie «Aussergewöhnliche Frauenbiographien».

Klimaschutz: Freiwilligkeit reicht nicht aus

Wie stark soll der Staat den Rahmen für das Erreichen der Schweizer Klimaziele vorgeben? Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat die Potenziale freiwilliger und politischer Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen analysiert. Ihr Fazit: Eigenverantwortung alleine reicht zum Erreichen von netto Null Treibhausgasemissionen nicht aus.

Kinder, die früh Sterne werden

Jedes Jahr sterben in der Schweiz Kinder während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt. Die Organisation «Dein Sternenkind» bietet den trauernden Eltern ein «erstes und letztes Bild» vom totgeborenen Baby an. Dalia Fichmann ist eine der ehrenamtlichen Fotografen und Fotografinnen, die in der Schweiz in die Spitäler fahren, um mit den Eltern das verstorbene Kind bildlich festzuhalten. «Für mich ist es ein kleiner Aufwand, aber für die Eltern haben diese Bilder sehr viel Wert», sagt die Fotografin.