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Corona als Türöffner für Überwachung der Mitarbeiter

Auch private Unternehmen wollen nun Tracking-Apps zur internen "Kontaktverfolgung“ der Mitarbeiter nutzen: als Vorbedingung für die angebliche "neue Normalität“ in der Arbeitswelt. Das Vorhaben birgt große Gefahren, von "Freiwilligkeit" kann keine Rede sein. Es drohen Überwachungsmaßnahmen, die vor Corona undenkbar gewesen wären.

Unter der Lupe

Wie wird die Geschichte diese merkwürdigen Monate des Jahres 2020 beurteilen? Ist Covid-19 so gefährlich, wie vielfach beschrien wurde? Waren die vermeintlichen Heilmittel in diesem Fall nicht schlimmer als die Krankheit? Der Rechtsanwalt Reiner Füllmich gehört zu den vier Juristen, die mit einem Untersuchungsausschuss die Corona-Krise und deren Hintergründe in Deutschland aufklären wollen. Der Anwalt hat gegenüber Sputnik die Ziele und die Motive der Juristen beschrieben.

Corona bringt Armut und Hunger

Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise werden immens sein – weltweit. Regionen aber, die bereits vor Corona mit Missständen zu kämpfen hatten, werden besonders betroffen sein. Die Vereinten Nationen rechnen damit, dass die Pandemie die Zahl der Menschen in Armut in Lateinamerika und der Karibik um 45 Millionen steigen lässt.

«Wir haben als Kirche versagt»

Während des Lockdowns durften keine Gottesdienste gehalten werden. Als die bundesrätlichen Lockerungen es wieder erlaubten, sprach der refomierte Pfarrer Andreas Gygli im bernischen Walterswil noch ein letztes Mal zu den Gläubigen – und trat aus der Kirche aus. Damit wollte er ein Zeichen setzen. Der Ze!tpunkt veröffentlicht seine flammende Predigt.

Nicht der Verbraucher trägt die Schuld

Dank Corona sind die katastrophalen Zustände in deutschen Schlachthöfen wieder einmal Gegenstand von Debatten. Wieder einmal wird die Verantwortung für die Misere zwischen den Zeilen dem Verbraucher zugeschoben, der angeblich ja die Macht habe, an den Zuständen etwas zu ändern. Das ist zynisch und feige. Der Gesetzgeber hat die Missstände ermöglicht und ist nun dafür verantwortlich, diese Missstände auch wieder abzuschaffen.

Willkommen zurück NightJet – und bitte mehr davon!

Seit Ende des Corona-Lockdowns treffen in der Schweiz wieder Nachtzüge ein. Die Aktion Flugstreik und der Umweltverband umverkehR feierten die Ankunft der ersten Züge mit einer Willkommensaktion und forderten gleichzeitig den Ausbau des internationalen Nachtzugnetzes – damit klimafreundliches Reisen wieder einfacher wird.

Großbritannien: Die Brüche in der Gesellschaft werden größer

Ob Schweiz, EU oder Großbritannien, die wirtschaftliche Lage sieht überall ähnlich aus. Die konservative Regierung in London will mit dem Infrastrukturprojekt "bauen, bauen, bauen" und einem Sommerhaushalt die Wirtschaft retten. Allerdings: Arbeitslosigkeit wird nach Ablauf der Kurzarbeit drastisch ansteigen.

Corona als Vorwand für Massenentlassungen in Nähfabriken

Seit die Krise über die Welt gerollt ist, vergeht kaum ein Tag, ohne dass man nicht von Entlassungen liest. Nicht alle sind nachvollziehbar oder sie werden fragwürdig umgesetzt: So verletzt etwa eine Textilfabrik in Myanmar die Arbeitnehmerrechte aufs gröbste. Auch die Schweizer Modefirma Tally Weijl produziert dort.

Schweizer Banken sollen armen Ländern Schulden erlassen

Verschiedene Entwicklungsorganisationen, darunter die Schweizer NGOs Alliance Sud und Public Eye oder das Hilfswerk Swissaid rufen in einem Schreiben zum Schulderlass auf. Die Coronakrise stürze viele Entwicklungsländer in ausserordentliche Notlagen. Schweizer Banken stünden als wichtige Gläubigerinnen dieser Länder in der Verantwortung. Die Organisationen fordern den Bund auf, einen runden Tisch einzuberufen, um die Modalitäten eines Schuldenerlasses zu verhandeln.